Erfolgreiches Geschäftsjahr

Auf der Vertreterversammlung der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG erklärt der Vorstand wie die Bank erfolgreich bleibt

Johann Roßkopf wird aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Bei ihm bedanken sich Michael Kruck (Vorstandssprecher), Johann Schneider (Aufsichtsratsvorsitzender) und Franz Miller (Vorstand).

Die Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG hat auch im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes hat die Kreditgenossenschaft 2015 einen Bilanzgewinn über 2,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit zeigte sich Aufsichtsratsvorsitzender Johann Schneider auf der Vertreterversammlung im Donauwörther Tanzhaus zufrieden. Die anhaltende Niedrigzinspolitik in Europa und die steigende Regulierung der Finanzbranche setzen Regionalbanken zunehmend unter Druck, sagte er vor rund 270 Gästen. Damit die Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG wettbewerbsfähig bleibt, sei es unvermeidbar, Maßnahmen zu ergreifen – was die 365 Mitarbeiter der Kreditgenossenschaft bereits getan haben. „Der Geschäftserfolg vom vergangenen Jahr war kein Selbstläufer“, sagte Schneider.

Neuer Online-Service

Welche Maßnahmen ergriffen wurden, darüber sprach Vorstandssprecher Michael Kruck. Intensiv beschäftigt hat sich die Bank beispielsweise mit dem Trend der Digitalisierung. „Wir beobachten seit längerer Zeit, dass sich die Kundenpräferenzen verändern.“ Immer mehr Kunden erwarten, dass sie im Internet Bankprodukte erwerben oder Routineangelegenheiten erledigen können. „Deshalb haben wir unseren Internetauftritt neu gestaltet und an die Kundenbedürfnisse angepasst.“ Die neue Website mit Produktangeboten ist seit Anfang Mai online. Neben der zunehmenden Digitalisierung wirkt sich auch die Europäische Zinspolitik auf das Geschäftsmodell aus. Sie führt laut Kruck in den nächsten Jahren zu Ertragseinbußen, da die neu anzulegenden bankeigenen Wertpapieranlagen kaum noch Erträge abwerfen und auch die Margen im Kreditgeschäft zurückgehen werden. „Wir unternehmen größte Anstrengungen, um Ihre Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG sicher durch dieses schwierige wirtschaftliche Umfeld zu führen“, sagte der Vorstandssprecher. Dabei werden künftig interne Prozessabläufe und die Filialpolitik überprüft, wobei sich die Kreditgenossenschaft ihrer Verantwortung gegenüber Kunden im ländlichen Raum bewusst ist. Vor allem gesellschaftliches Engagement ist und bleibt dem Vorstand eine Herzensangelegenheit: 110.000 Euro spendete die Bank im vergangenen Jahr an öffentliche und soziale Einrichtungen. Auch für die Region ist das Kreditinstitut wichtig: 5,3 Millionen Euro Steuern zahlte die Bank 2016, davon 2,3 Millionen Euro Gewerbesteuer.

Umgekehrt schätzen die Menschen die Bank als fairen Partner. Im vergangenen Jahr hat die Genossenschaftsbank über 236 Millionen Euro an neuen Krediten vergeben, für die Sparer fast zwei Milliarden Euro Einlagen verwaltet und kann insgesamt eine gute Ertragslage vorweisen. Zur Freude der Mitglieder: Sie erhielten wie in den vergangenen Jahren eine Dividende von fünf Prozent auf den Geschäftsanteil. Bei Ertragsrückgängen schließen Aufsichtsratsvorsitzender Johann Schneider, Vorstandssprecher Michael Kruck und Vorstand Franz Miller Anpassungen jedoch nicht aus. Nur so könne die Kreditgenossenschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern und Veränderungen aktiv gestalten.

Neuwahlen im Aufsichtsrat

Ein neues Mitglied gibt es im Aufsichtsrat: Thomas Kopp aus Kaisheim folgt dem langjährigen Aufsichtsratsmitglied Johann Roßkopf aus Daiting, der turnusgemäß aus dem Gremium ausschied und aufgrund der Altersbeschränkung nicht wiedergewählt werden konnte.